Montag, 8. März 2010

Manchmal kommt's dann doch anders.

Es geschehen mitunter schon seltsame Dinge. So wie heute etwa. Da sitze ich so mir nichts, dir nichts auf meinem höhenverstellbaren Drehstuhl, starre auf mein digitales Urlaubskonto und meine, mich gewaltig zu irren. Gibt es doch der Herr den Seinen im Schlaf und ab und an offenbar auch versehentlich dem Rest, denn so ziemlich unerwartet habe ich noch viel mehr Urlaub übrig, als ich eigentlich in den Wirren meines momentan einem Resonanzkörper ähnlichen Denkapparates ausgerechnet hatte. Kurz gesagt, ich scheide eine Woche früher aus dem aktiven Bonner Arbeitsleben aus. Sachen gibt's, die gibt's nicht! Macht insofern nichts, da es hier genug für mich zu schrauben gibt, so dass Langeweile gewiss nicht aufkommen wird.

Aber ach, jetzt packt mich doch glatt die Wehmut. So sehr, dass ich mich heute dabei erwischt habe, eigentlich gar nicht so recht Feierabend machen zu wollen. Es ist doch skurril: Da hält man sich für einen Gefühlskrüppel sondergleichen muss sich dennoch eingestehen, dass es Zeiten gibt, in denen man ein kleines symbolischen Tränchen von der eisgekühlten Wange wischen möchte. Ach.

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Freitag, 5. März 2010

Operation Berlin - Teil II.

Was lange währt, wird endlich gut? Na ja, vielleicht. Wer mich kennt, weiß, dass ich vor Optimismus nun nicht eben strotze. Die Erfahrung gibt da wohl Recht. Ahem. Dennoch will ich einfach mal in die Runde werfen, dass ich nun also doch eine Wohnung gefunden habe. Alles etwas knapp zwar, aber knapp bemessen ist bei mir von der Körpergröße bis zum Sozialleben ja so ziemlich alles.

Wie dem auch sei, spätestens mit diesem Blog weiß jeder Bescheid. Und wer mich morgen noch fragt, ob ich denn nun endlich vier Wände plus Dach für mich gefunden habe oder ob an einer gut gewählten Berliner Brücke demnächst ein Briefkasten hängt, der hat dieses Blog offensichtlich nicht gelesen und ist somit nicht mein Freund. Basta. Na gut, wollen mal nicht so sein. Jedenfalls geht's voran, und das ist gut. Vorwärts immer, rückwärts nimmer! Oder auch: Den PhanThomas in seinem Lauf, hält weder Ochs' noch Esel auf. Uh!

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Dienstag, 2. März 2010

Fragen an PhanThomas... und die Antworten.

Ach, zwischenzeitlich hat sich ja doch so einiges in meinem kleinen [Formspring-Account] angesammelt. Da ich gleichermaßen ein fleißiges Kerlchen wie auch ein rabiater Hund bin, hab ich natürlich auch jeden Käse beantwortet, zu dem ich befragt wurde. Durchdacht? Natürlich. Wahrheitsgemäß? Mitnichten. Wer also Langeweile hat, der möge sich meinetwegen an meinen Antworten gütlich tun...

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Samstag, 27. Februar 2010

Hinter sich lassen.

Weil meine Befindlichkeit irgendwie gerade ungefähr da logiert, wo der Gehörnte sich über dem Fegefeuer die Hände reibt, lasse ich das Herumgeschwalle heute einfach bleiben und werfe stattdessen ein wenig Hörbares unter die Massen. Heute beim Joggen kramte ich doch mal wieder meine letztjährige Marathon-Playlist heraus, und da stieß ich auf das gute alte »Leave It Behind« von The Offspring, seinerzeit erschienen auf der grandiosen »Ixnay On The Hombre«, ihrem ganz klar besten Album. Hab ich das alles schon mal erwähnt? Ach, okay, hier isses...



Hier noch mal als 8-Bit-Version, was ich irgendwie ein wenig nerdy und doch recht cool finde:

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Mittwoch, 24. Februar 2010

Operation Berlin - Teil I.

Meine Güte, warum ist das so eklig kompliziert, in die Hauptstadt zu ziehen? Wenn man versucht, dort 'ne Wohnung zu bekommen, verlangen sie so ungeheuer viele Unterlagen vom mietwilligen Probanden, dass es mich nicht mehr wundern würde, wenn sie einen Scan meiner zuletzt getragenen Unterhosen haben wollten. Gibt es etwa so viel arme Menschen in Berlin, die noch ärmere Vermieter nach Strich und Faden ausnehmen und abzocken? Ich versteh's nicht so recht.

Als ich seinerzeit in der späten Steinzeit nach Bonn zu ziehen gedachte, war das irgendwie einfacher. Wenig Papierkram, wenig Gerede, wenig los. Generell war hier alles ein wenig einfacher zu managen. Bringen größere Städte automatisch größeren Größenwahn und größeren Wahnsinn mit sich? Werde ich demnächst dann auch so unerträglich? Und warum liegt hier eigentlich Stroh? Fragen über Fragen, die mir niemand beantworten möchte. Ach.

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Sonntag, 21. Februar 2010

In Kürze über das Schreiben an sich.

Uh, das Wochenende ist bei mir zu einer Art Geschichtenzeit verkommen. Wenn ich nicht gerade Unmengen von Texten lese, dann schreibe ich selbst welche. Momentan auch noch so ganz ohne Muse, ist selbige doch schließlich irgendwie in den Flammen eines selbst angestifteten Gedankengenozids verendet. Tja, und der neue Anwärter hockt in meinem rustikalen aber staubfreien Gedankencafé am Tisch, schlürft Whisky aus dickwandigen Gläsern und raucht eine Fluppe nach der anderen, ohne dass Lunge oder Stimme merklich leiden würden. Hoffe ja fast schon, dass der Knilch nur ein Ersatzmann ist, bis ein bildschönes Mädel die Bühne betritt. Ohnehin meldet der Typ sich nur allzu selten zu Wort und ist dann meistens gleichwohl brutal wie sexistisch. Und doch schafft er es so manches Mal, mir was Gescheites in den Kopf zu setzen - [so wie heute]. Ja, heute knallt der Kerl doch mit der Faust auf den Tisch und schmeißt mir einfach so das Ei des Columbus zu. Und das, wo mein Realwelt-Ich gerade dabei ist, auf seiner Joggingstrecke der aufgeweichten Hundescheiße auszuweichen, die seit dem Tauen es Schnees wieder zum Vorschein gekommen ist, während es knatternde Gitarrenriffs aus den Kopfhörern in sich aufsaugt. Seltsam, diese Schreiberei. Unverständliches Gebrabbel? Macht nichts, ich schreibe mich nur warm!

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Donnerstag, 18. Februar 2010

Zum Augenblicke möcht ich sagen...

Nachdem gewisse Leute anderswo bereits über [ihre perfekten Momente] berichtet haben, will ich das einfach auch mal machen. Gut, meine Momente haben gewiss ihre Ecken und Kanten, sind vielleicht weniger vollkommen und, alles in allem, doch irgendwie wüster, aber passt doch gerade das zu meinem Gemüt.

Da sitze ich also im Büro, verlebe eine, hm, einigermaßen ausgedehnte Kaffeepause (berechtigterweise), die man sich folgendermaßen vorstellen darf: vor mir steht ein Teller mit herrlich luftigem Schokokuchen, gebacken aus dem, was vom Plätzchenbacken in der Firma noch übrig und benutzbar war, dazu eine Tasse Kaffee mit - der teuren Kaffeemaschine sei Dank - [perfekt geschäumter Milch] und über den Bildschirm flimmert das [14. Kapitel zu »Happy Dead End«] (geschrieben von Lisa, alias [Robin]), das ich einmal mehr sehr spannend und unterhaltsam finde. Draußen vor dem Fenster wiegen sich derweil hochgewachsene Nadelbäume seicht im Wind, malerisch beleuchtet von der Vormittagssonne, die an einem vollständig blauen Himmel steht und auf die Welt herablächelt. Und in diesem Moment weiß ich, ich erlebe gerade einen nahezu perfekten Augenblick!

Was einzig fehlt und den Moment eben etwas kantig wirken lässt, ist ein wenig gute Rockmusik, die das Getöse der diskutierenden Kollegen übertönt. Aber man kann eben nicht alles haben.

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