Straßenfotografie: Gendarmenmarkt von ... unten

Straßenfotografie in Berlin

Böse Zungen sagen, wer nicht fotografieren kann, der betreibt halt Straßenfotografie (oder »Street Photography«). Ist natürlich totaler Quatsch. Es gibt großartige Street-Fotografen und obwohl ich selbst ja eher ein Freund der Naturfotografie bin, schaue ich mir auch urbane Fotografie immer mal gerne an.

Ich bin echt kein Experte, was das Thema Straßenfotografie angeht. Aber ich weiß, dass es dabei vorwiegend um den Menschen gehen sollte. Damit tue ich mich ja persönlich etwas schwer. Menschen ohne ihr Wissen die Kamera ins Gesicht halten und das dann vielleicht auch noch online stellen … na ja, nee, anständig ist das nicht. Aber jedes Mal vorher fragen und im Zweifel mit einem Modelvertrag wedeln? Macht wohl kaum jemand.

Nun wohne ich halt in Berlin und hier gibt’s mehr Stadt als Natur. Um das Thema Fotografie nicht zu gezwungen anzugehen, schnappe ich mir immer wieder gerne mal einfach die Kamera und ziehe los. Dann knipse ich, was mir so vor die Linse kommt – ganz ohne allzu hochwertiges und schweres Equipment. Das können zum Warmwerden auch schon mal kleine Details sein, wie hier am Gendarmenmarkt:

Löwenkopf
Kleine Details wie dieses findet man am Gendarmenmarkt an jeder Ecke.
Löwenkopf 2
Mit den Löwenköpfen waren sie hier wirklich nicht sparsam.

Praktischerweise hatte es zuvor geregnet, sodass ich die Pfützen für ein paar nette Reflexionen in den Bildern nutzen konnte.

Straßenfotografie: Gendarmenmarkt von ... unten
Man muss schon einen Moment hinschauen, um zu erkennen, dass das Bild nicht nur gedreht ist.

Straßenfotografie mal anders

Die Menschen umgehe ich beim Fotografieren auf der Straße gerne mehr oder weniger elegant. In Großstädten hat man eh immer das Gefühl, die meisten Leute würden achtlos aneinander vorbei rennen. Also lasse ich sie auf meinen Bildern genau diesem Gefühl nach verwischen. Netter Nebeneffekt: Man erkennt meist keine Gesichter.

Straßenfotografie: Gendarmenmarkt
Charakteristisch für Straßenfotografie ist meist der Schwarz-Weiß-Look. Das muss aber nicht so sein.
Straßenfotografie: Schwarz-Weiß-Look
Wenn schon schwarz-weiß, dann sollten auch wirklich schwarze und weiße Bereiche im Bild vorkommen. Saufen die Bilder in Grautönen ab, dann wirken sie meist langweilig.

Natürlich kann man sowas auch ganz wunderbar in Farbe fotografieren. gerade in großen Städten gibt es überall Neonreklamen, die sich super ins Bild einbauen lassen. Hier flanieren allerdings mal keine Leute durchs Bild:

Straßenfotografie: Kurz Schluss?
Der Laden hier machte seinem Namen offenbar alle Ehre. Das leuchtend rote Schild hat was von einem Noir-Film.

Ich hätte noch den ganzen Abend durch die Stadt stromern und mich an der Straßenfotografie versuchen können. Allerdings war es doch ziemlich kalt. Als nächstes hätten entweder die Kameraakkus aufgegeben oder meine Finger wären abgefroren. Aber es wird sicher ein nächstes Mal geben!

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