Besuch im Leipziger Zoo

Vor zwei Wochen waren wir übers Wochenende in Leipzig und besuchten den Leipziger Zoo. Das Fass, was Sinn oder Unsinn solcher Tierparks angeht, möchte ich an dieser Stelle nicht aufmachen, es sei nur so viel gesagt: Man hat sich hier wirklich viel Mühe gegeben, die Tiere möglichst artgerecht unterzubringen. Freilich hat eine Bergkatze hier nicht hektarweise Berglandschaft als Revier, aber sie hat doch immerhin eine Gebirgslandschaft. Wer also kein absoluter Zoogegner ist, sollte dem Zoo in Leipzig unbedingt einen Besuch abstatten.

Nach einigen Zoobesuchen, bei denen ich auch bisher immer fotografiert habe, denke ich mir in letzter Zeit: Wenn schon, dann versuche ich doch auch, die Tiere etwas in Szene zu setzen. Einfach »knips, Foto mit Tier« ist mir inzwischen doch zu wenig. So habe ich das auch im Leipziger Zoo versucht, was mir mal mehr, mal weniger gut gelungen ist. Aber so ist das eben in der Fotografie. An dieser Stelle eine kleine Auswahl meiner Lieblingsbilder:

Leizpiger Zoo: Ankunft am Zoo
Noch war das Licht schön. Leider sollte es ein sehr, sehr heißer und heller Tag werden.

Ein paar Worte zum Kamera-Setup noch: Für gewöhnlich packe ich allen möglichen Kram ein, wenn wir in den Urlaub fahren. Für den Leipziger Zoo habe ich mich, vom obigen Bild abgesehen, auf die Olympus OM-D E-M1 Mark II, zusammen mit dem M.Zuiko 40-150mm f4.0-5.6 beschränkt (Die Pro-Variante mit f2.8 wäre natürlich besser, aber auch deutlich teurer). Außerdem habe ich die Belichtungszeit in der Kamera auf mindestens 1/250s beschränkt, schließlich bewegen sich die Tiere. Der ISO musste entsprechend auf Automatik bleiben, damit ich auch im Dunkeln Aufnahmen machen konnte. Ich habe ihn aber auf 1600 begrenzt. Höher gehe ich ungern. Wenn ihr eine Kleinbildkamera habt, dann habt ihr da sicher mehr Spiel. Mir wurde aber schon die Olympus am Ende des Tages zu schwer, da lebe ich dann gern mit dem niedrigeren ISO. 😉 So, nun aber die Bilder:

Leizpiger Zoo: Wellensittich beim Nickerchen
Nicht der spannendste Vogel des Universums, aber mit dem Licht sooo fotogen!
Mehr Sittiche
Und weil es so schön ist, hier gleich im Doppelpack. Der Geselle rechts leider leicht außerhalb der Fokusebene.
Leipziger Zoo: Koala beim Mittag
Ziemlich dunkel war’s, daher leider nicht ganz scharf. Aber ich hatte zuvor noch nie einen Koala gesehen, drum das Foto.
Firefox!
Auch ein Tier, das ich zuvor nie gesehen hatte: Der kleine Panda, im Englischen auch Firefox genannt. Ja, das Browserlogo ist ein kleiner Panda. 😉
Leizpiger Zoo: Ein ... Vogel?
Zugegeben, keine Ahnung, welche Art Vogel das ist, aber scheu war er definitiv nicht: Flog einfach um uns herum und poste ein wenig.
Komodowaran
Ein Komodowaran bei seiner Lieblingsbeschäftigung: sich nicht bewegen. Wer könnte es ihm verdenken?
Leizpiger Zoo: Totenkopfäffchen im Schatten
Leider waren die kleinen Totenkopfaffen etwas zu flink, sodass mir nur dieses eine, leicht dunkle Bild gelungen ist.
Eine ... Echse?
Ich hätte mir mal die Namen der Tiere notieren sollen, aber es waren einfach so viele. Hier waren die Farben zu schön, um einfach weiterzugehen.
Leizpiger Zoo: Indischer Elefant
Nicht fehlen durften auch die Elefanten. Nicht ganz so imposant wie ihre afrikanischen Verwandten, trotzdem beeindruckend.
Giraffe beim Kauen
Den Giraffen konnte man durch den Aufbau des Zoos relativ nahe kommen, geradezu auf Augenhöhe.
Zebra hinter Zebra
Einfach zu reizvoll, wenn es schon so schön in die Kamera schaut.
Tolle Fellzeichnung
Zebras sind so wunderbar fotogene Tiere.
Leizpiger Zoo: Gesundheit!
Entweder habe ich es beim Niesen erwischt oder es hat sich gerade köstlich amüsiert.
Zebra im Schwarz-Weiß-Look
Da das Tier ohnehin keine Farben hat, habe ich das Bild schwarz-weiß entwickelt. Eine meiner Lieblingsaufnahmen des Tages.
Leizpiger Zoo: Drei Erdmännchen für Charlie
Darf natürlich nicht fehlen: Das Erdmännchenfoto. Leider habe ich kein gutes Bild eines Aufpasserhörnchens hinbekommen.
Ein ... Affe?
Ach menno, wieder fehlt mir der passende Name. Vielleicht schaut er deswegen so missmutig drein?
Leizpiger Zoo: Orang-Utans beim Napping
Es war viel zu heiß, um sich zu bewegen. Folglich haben diese Orang-Utans das auch nicht getan.
Der Chef passt auf
Orang-Utan-Männchen sind wahnsinnig imposante Tiere. Die Klugheit sieht man ihnen schon am Blick an. Stimmt einen in Anbetracht der Zerstörung ihres Lebensraums nachdenklich und traurig.
Borstentier beim Fressen
Das Licht war wirklich nicht optimal, ich hab aber versucht, das beste draus zu machen. Immerhin kommen die Borsten hier schön zur Geltung.
Leizpiger Zoo: Flamingos
Gar nicht so leicht, Flamingos in der Gruppe so abzulichten, dass nicht nur ein rosa Knäuel auf dem Foto landet.
Flamingos im Sonnenlicht
Noch eine ganz schwierige Lichtsituation und inzwischen wurde die Kamera auch wirklich schwer.

Test: Laowa 7,5mm f/2

Disclaimer: Das hier beschriebene Laowa-Objektiv habe ich selbst gekauft. Ich wurde nicht beauftragt und möchte lediglich meine Erfahrungen teilen. Ferner sind jegliche Links zu Shops keine Affiliate-Links.

Nachdem ich jetzt schon einige Male darüber geklagt habe, in gewissen Situationen kein Ultraweitwinkel-Objektiv zu besitzen, habe ich nun endlich doch zugeschlagen. Wer im Micro-Four-Thirds-Universum zu Hause ist, hat hier im Wesentlichen drei Hersteller zur Auswahl: Olympus, Panasonic und Laowa. Den Spoiler gibt der Titel vor: Es ist das Laowa geworden. Warum, das erkläre ich im Folgenden.

Wer die Wahl hat

Wie gesagt, man hat im MFT-Bereich im Prinzip drei Linsen zur Auswahl, wenn man sich ein Ultraweitwinkel-Objektiv anschaffen möchte:

  • das Olympus M.Zuiko 7-14mm f/2.8 Pro
  • das Panasonic LUMIX G Vario 7-14mm f/4
  • das Laowa 7,5mm f/2 C-Dreamer

Da ich aktuell ausschließlich Olympus-Kameras verwende, tendiere ich auch zu den wirklich hervorragenden Objektiven desselben Herstellers. Hier allerdings war mir die Olympus-Variante dann doch zu unpraktikabel. Das M.Zuiko wiegt über ein halbes Kilo, ist verdammt groß und am schlimmsten: Durch die herausstehende Frontlinse lassen sich nur sperrige Filtervorrichtungen anbringen, falls man mal Langzeitbelichtungen aufnehmen möchte. Außerdem ist es mit über 1000 Euro auch nicht eben ein Schnäppchen.

Das Panasonic kostet mit aktuell ca. 700 Euro deutlich weniger, ist kleiner und leichter, fiel aber trotzdem recht schnell aus dem Rennen. Durch die Blende von f/4 ist es praktisch für Nachtaufnahmen von Sternenhimmeln ungeeignet. Und wofür kauft man sich denn so ein Ultraweitwinkel-Objektiv, wenn man dann keine Sterne fotografieren kann?

So wurde es das Laowa. Die Blende von f/2 ist perfekt, die Linse ist klein, leicht, hat ein Filtergewinde(!) und kostet gerade mal halb so viel wie das Olympus-Pendant.

Weltmeister im Federgewicht

Als das Objektiv bei mir ankam, war ich über den kleinen Karton doch einigermaßen überrascht. Zuerst einmal ist das Laowa deutlich edler verpackt als etwa die Olympus-Schwestern. Wenn man Objektive eines rein chinesischen Herstellers kauft, ist man ja leider doch immer noch ein wenig skeptisch. Nach dem Auspacken verschwand aber auch der letzte Zweifel, was die Verarbeitung an sich angeht: Das Objektiv ist vollständig aus Metall gearbeitet. Selbst die kleine Streulichtblende ist aus Metall. Der Fokusring ist angenehm schwergängig und auch der gerasterte Blendenring klickt beim Verstellen angenehm.

Warum ein Blendenring? Das Laowa ist komplett manuell. Es gibt keine elektronische Kommunikation zwischen Objektiv und Kamera. Bei einem Ultraweitwinkel-Objektiv ist das zu verschmerzen, denke ich. Bei der Brennweite von 7,5mm ist sowieso fast immer alles im Fokus und auch die Blende verstellt man eher selten, wenn die Lichtsituationen sich nicht plötzlich krass ändern.

Und wie klein und leicht es ist! Als MFT-Fotograf ist man kleine Objektive ja gewöhnt, aber ein so kleines Objektiv mit dieser Brennweite ist dann doch schon sehr überraschend. Das Laowa gehört definitiv zu meinen kleinsten Objektiven und mit gerade mal 170 Gramm auch zu den leichtesten. Ich hab es direkt mal an meine kleine OM-D E-M10 Mark II angeschlossen. Die beiden ergeben ein ideales Gespann, das man auch gern länger um den Hals tragen kann.

Ideales Gespann: Das Laowa an der OM-D E-M10 Mark II. Wirkt hier fast schon groß, aber …
… mit meiner wirklichen kleinen Hand lässt sich erahnen, wie klein Kamera und Objektiv wirklich sind.

Das Laowa im Test

Zum Ausprobieren habe ich mich erst mal einfach ans geöffnete Badezimmerfenster gestellt. Gegenüber ist eine Baustelle. Die vielen Details eignen sich prima, um bspw. die Randabbildungen der Linse beurteilen zu können. Ich habe mit jeder Blendenstufe des Objektivs, die übrigens von f/2 bis f/22 reichen, ein ähnliches Bild gemacht.

Fazit: Bei voll geöffneter Blende ist die Mitte bereits ausreichend scharf, die Ränder dagegen erscheinen recht weich. Das ist bei Ultraweitwinkeln allerdings nicht ungewöhnlich. Bei f/4 bis f/5.6 ist die Schärfe auch an den Rändern deutlich annehmbarer. So richtig knackig wird’s schon der heftigen Verzerrung wegen aber nie. Bis f/11 fand ich die Ergebnisse immer noch sehr annehmbar, auf f/16 oder gar f/22 würde ich dagegen, wenn möglich, verzichten. Hier wird das Bild dann auch der Beugungsunschärfe wegen doch etwas weicher. Aber auch das sieht man gerade in der Mitte nur, wenn man wirklich nah ans Bild heranzoomt.

Krass ist die Vignette. Bei f/2 sind’s, glaubt man einschlägigen Seiten, ganze 2,5 Blendenstufen. Also das sieht man wirklich, also wirklich, wirklich deutlich. Blendet man auf f/4 oder f/5.6 ab, sieht die Sache schon viel besser aus. Ganz verschwindet die Vignette aber nie. Nichts, was man mit Lightroom nicht entfernen kann, aber dazu gleich noch mal mehr. Mit Schraubfiltern sieht die Sache übrigens noch schlimmer aus. Da ich bereits einen Filtersatz besitze, der aber ein deutlich größeres Gewinde besitzt, habe ich mir für nicht mal 10 Euro einen sehr schmalen Step-Up-Ring von 46mm (Durchmesser des Laowa) auf 62mm bestellt. So musste ich erstens keine neuen Filter kaufen und zweitens hält sich die zusätzliche Vignette in Grenzen, da die Ränder der großen Filter nicht als zusätzliche Abdunklung im Bild landen. Bei kleinen Filtern mit 46mm hätte die Sache ganz anders ausgesehen.

Chromatische Aberrationen sind natürlich an den Rändern ein Thema, was beim Ultraweitwinkel in der Natur der Sache liegt. Die sind über alle Blenden gleich ausgeprägt, fallen aber nicht allzu stark störend ins Gewicht. In Lightroom lassen sie sich per Klick problemlos entfernen.

Bleibt noch was zur »Tonne« zu sagen. Man scheint beim Laowa deutlich mehr Wert auf die kompakte Bauform gelegt zu haben als auf eine saubere optische Korrektur im Objektiv. Denn obwohl es sich um eine Festbrennweite handelt, lässt sich doch eine deutliche tonnenförmige Verzerrung an den Bildrändern wahrnehmen. Bei gewissen Landschaftsaufnahmen mag das egal sein, für Architekturfotos aber beispielsweise geht das gar nicht. Auch hier muss man also hinterher nacharbeiten und verliert dann natürlich ein klein wenig Brennweite, was ich aber nicht so schlimm fand.

Da Bilder oft mehr sagen als tausend Worte, hier meine Testbildstrecke. Die Bilder sind verkleinert, aber man sieht sehr schön die Vignette und in Teilen auch die Verzerrungen.

Weitere Fotos und Fazit zum Laowa

Hier noch eine kleine Auswahl der Fotos, die ich auch kurzen Touren machen konnte. So richtig tolles Licht wollte während meiner Tests nicht herrschen. Die Bilder habe ich in Lightroom bearbeitet. Sowohl die Vignette als auch die Verzerrung habe ich korrigiert. Leider hat Lightroom noch immer kein Profil für das Laowa an Bord, sodass ich mir ein Preset für Blende f/5.6 gebastelt habe. Das ist für mich erst mal in Ordnung.

Dramatische Wolken
Schöne Landschaften haben wir hier nicht so viele, schöne Wolken dafür umso häufiger.
Laowa: Ultimativer Filtertest
Hier hatte ich einen ND1000- und einen ND8-Filter gleichzeitig im Einsatz. Man beachte die kaum sichtbare (weil herausgerechnete) Vignette oben links und rechts.
Laowa: Ultraweitwinkel im Einsatz
Dinge im Vordergrund erscheinen teilweise absurd groß, so wie diese beiden nicht allzu großen Steine.

Neben Natur- und Landschaftsaufnahmen spielen Ultraweitwinkel-Optiken eine wichtige Rolle in der Architekturfotografie. Also habe ich auch diesbezüglich ein wenig herumgespielt. Ein Dank geht an dieser Stelle an meine Freundin, die nie murrt, wenn ich alle fünf Meter anhalte, um nach Motiven zu schauen. 😉

Das Shell-Haus
Für Architekturen wie das Shell-Haus in Berlin bietet sich die geringe Brennweite geradezu an.
Eingang zum Shell-Haus
Diese Aufnahme entstand bodennah. Stürzende Linien wirken hier besonders drastisch.
Upper West
Ein gern genommenes Motiv in Berlin ist das Upper West am Banhof Zoo. Auch hier mittels kurzer Brennweite in ganz neuer Perspektive. Sogar das Waldorf-Astoria nebenan ragt noch locker ins Bild.
Upper West mit Laterne
Mit dem Laowa bekommt man so viel mehr aufs Foto als mit den herkömmlichen MFT-Brennweiten ab meist 12mm.

Und damit es nicht ganz so schwarzweiß ist, hier noch ein paar spontan geschossene Bilder aus der Berliner Innenstadt.

Einkaufszentrum am Potsdamer Platz
Endlich kann auch ich solche Aufnahmen machen. Ich freue mich auf die nächste Stadttour.
Laowa: Ungewöhnliche Perspektiven
Durch die extrem kurze Brennweite bekommen Räume optisch viel mehr Volumen.
Aus der Hüfte
Langzeitbelichtungen (hier 0,5 Sekunden) aus der Hand gelingen mit der Brennweite von nur 7,5mm locker ohne Stativ.

Bleibt abschließend zu sagen, dass ich bisher wirklich viel Spaß mit dem Laowa hatte. Die Brennweite lässt schon sehr außergewöhnliche Bilder zu, man muss aber auch lernen, damit umzugehen. Ich freue mich jedenfalls auf den nächsten Urlaub und auf meine ersten Gehversuche in der Milchstraßenfotografie.

Wandertag zum Teufelssee

Das Schöne daran, am Stadtrand zu wohnen ist ja, man kommt genauso schnell in die Stadt, wie davon weg. Seit einiger Zeit erkunden wir an unseren freien Tagen ganz gerne das Umland. Und so hat es uns neulich zum kleinen Teufelssee verschlagen, der sich südlich des Großen Müggelsees finden lässt, wenn man die Augen offen hält.

Denn so ein richtiger See ist das eigentlich nicht, eher ein Tümpel mit schönen Waldwegen rings herum. Wer gern den Ausblick genießt, geht am Teufelssee vorbei und direkt den Berg hoch. So gelangt man zum Müggelturm, der für ein Eintrittsgeld einen weiten Blick über den Osten der Stadt und das Brandenburger Land bietet. War uns an diesem Tag aber erstens zu teuer und zweitens war das Licht noch zu grell und drittens schmetterten große Lautsprecher unerträglichen Bumsbudengesang in die Landschaft, sodass wir uns ganz schnell wieder auf die Waldwege verdrückten.

Waldweg am Teufelssee
Ich liebe einfach diese stimmigen Waldaufnahmen, auch wenn nichts weiter drauf ist als … Wald eben.

Die Wege sind übrigens auch schön für Spaziergänge mit Kindern, die ein wenig Interesse an der Natur mitbringen. Es handelt sich nämlich um Lehrpfade und alle paar Meter warten eine Infotafel, ein kleines Spiel und Schilder mit Fußabdrücken von zu erratenden Tieren. Ich würde aber dennoch ein Handy mit Karten-App mitnehmen, weil sich’s doch auch ganz leicht mal falsch abbiegen lässt.

Cabin in the woods?
Die Waldhütte gehört, glaub ich, zum Lehrkabinett Teufelssee der Berliner Forsten. Ganz sicher bin ich nicht, ich fand sie aber recht stimmungsvoll.

Der Teufelssee und seine Stege

Der Teufelssee an sich ist jetzt nicht sonderlich imposant. Das eine oder andere nette Panorama lässt sich hier natürlich schon aufnehmen. Leider waren wir am frühen Nachmittag dort, sodass die Lichtstimmung nicht sonderlich schön war. Ich denke, gerade im goldenen Herbst lassen sich hier wirklich hübsche Motive herauskitzeln.

Der Teufelssee
Auch wenn man nicht fotografieren möchte, lässt sich’s hier prima aushalten. Und ist doch eine Kamera parat, umso besser. (Und wie immer gilt: Ich brauche unbedingt ein Ultra-Weitwinkel-Objektiv.)

Rings um den Teufelssee lässt sich die eine oder andere Fotospielerei mit den Stegen und Holzbrücken anstellen, auch hier allerdings vermutlich besser ganz früh morgens oder kurz vor bzw. nach Sonnenuntergang.

Teufelssee: Nette Aussicht
Die Bänke laden zum Verweilen ein, wenn sie nicht gerade besetzt sind.

Ente Ente Ente

Das Highlight des Ausflugs waren fototechnisch allerdings die Entlein, die wir vom obigen Steg aus beobachten konnten. Zum Glück hatte ich meine leichte Telebrennweite dabei, sodass ich auch hier ein paar nette Aufnahmen machen konnte.

Entlein zwischen Seerosen
Niedlich oder? Während die kleinen Küken die Sonne genossen, schauten auch die Eltern mal vorbei, um nach dem Rechten zu sehen.
Die Aussicht genießen
Auch die Enten genießen die nette Aussicht, wie es scheint.
Entengeschwister
Eigentlich waren es mindestens drei Geschwister, aber die wollten nicht so recht stimmig auf ein gemeinsames Bild, drum hier eben nur zwei.

Kurzurlaub in Hamburg

Anfang April unternahmen meine Freundin und ich eine Reise nach Hamburg. Obwohl die Stadt mit dem ICE von Berlin aus relativ bequem zu erreichen ist, waren wir bisher nicht länger dort gewesen. Zeit wurde es also, das mal nachzuholen. Und wie das inzwischen so ist, wenn wir auf Reise gehen: Der Fotorucksack durfte selbstverständlich nicht fehlen. 😉

Da wir aber vorwiegend im Hamburg waren, um Urlaub zu machen und natürlich(!) ins Musical zu gehen und uns das »Miniatur Wunderland« anzuschauen (zu dem ich demnächst noch einen eigenen kleinen Beitrag verfassen werde), hielt ich mich für meine Verhältnisse mit dem Fotografieren weitestgehend zurück. So entstand am ersten Abend auch nur dieses eine Foto vom Teehaus im Japanischen Garten des Parks »Planten un Blomen«.

Planten un Blomen
Das Teehaus: Ein wirklich schönes Motiv eigentlich, leider an diesem Abend ohne stimmungsvolle Lichtkulisse.

Den Fernsehturm im Hintergrund habe ich am Folgetag noch mal direkt davor stehend abgelichtet. Aber hey, wir haben hier den Berliner Fernsehturm, insofern fand ich das Ding jetzt nur so mittelspannend.

Heinrich-Hertz-Turm
Den Heinrich-Hertz-Turm nennt man auch »Telemichel«. Noch bot der Himmel ein paar Wolken, doch das sollte sich ändern …

Hamburg Hafen

Als Nichthamburger hat man immer das Gefühl, die Menschen, die in Hamburg leben, glauben, sie wohnen am Meer. Überall sieht man Ankersymbole, Fisch bekommt man an jeder Ecke und überhaupt scheinen die Hamburger wahnsinnig stolz auf ihren Hafen zu sein, der doch eigentlich nur an einem Fluss liegt. Aber was soll ich sagen? Es fühlt sich wirklich ein bisschen an, als wäre man an der See. Riesige Kreuzfahrtschiffe werden hier zusammengeklöppelt oder geparkt. Sogar ein Schaufelraddampfer, die »MS Louisiana Star« fährt immer mal wieder vorbei.

Hamburger Hafen
Ein Blick auf den Hafen mitsamt Elbphilharmonie. Im Vordergrund schaufelt sich die »MS Louisiana Star« vorbei.

Für den obigen Blick lohnt es sich übrigens, einfach mal zu Fuß durch den »Alten Elbtunnel« zu gehen, den man von den Landungsbrücken aus erreicht. Leider war eine Seite des Tunnels gerade im Bau, sodass die verbliebene Röhre recht überfüllt war. Gar nicht so einfach daher, die Länge des Tunnels zu erfassen, ohne dass einem hundert Touristen ins Bild rennen.

Der Alte Elbtunnel
Eine ziemlich lange Röhre. Man vergisst beim Marsch durch den Alten Elbtunnel glatt, dass man gerade unter gigantischen Wassermaßen hindurchgeht.

Ach ja, und wenn man schon mal Hamburg unsicher macht, dürfen natürlich auch dicke Möwen nicht fehlen.

Was guckste so?
Diese Möwe schien sich ehrlich über den merkwürdigen Typ mit der Kamera zu wundern.

Zum ersten Mal konnte ich hier auch meine neue Olympus OM-D E-M1 Mark II etwas intensiver am lebenden Objekt testen. Fliegende Möwen zu fotografieren ist jetzt nicht ganz schwer, weil die Biester gerne langsam gegen den Wind segeln, aber trotzdem machte sich der schnelle kontinuierliche Autofokus hier echt bezahlt. Wenn ich jetzt noch Profi-Telezoom hätte …

Möwe im Flug
Mit kontinuierlichem Autofokus der E-M1 kein Problem.

Hafencity und Elbphilharmonie

Nachdem meine Freundin am Ende eines langen Wandertages schon ziemlich platt war, zog ich noch einmal allein los und machte die »HafenCity« sowie speziell die Elphilharmonie unsicher. Mit Stativ und Kamera im Anschlag ging ich pünktlich zum Sonnenuntergang an den Schalter, um eine Karte für die Aussichtsplattform der Elbphilharmonie zu lösen. Die nette Dame an der Kasse drückte mir das Ticket in die Hand und meinte nur lächelnd: »Kostet nichts.« Wunderbar, also nichts wie rauf!

Oben angekommen war ich erst mal ein wenig enttäuscht von der Aussicht. Man guckt halt, tja, auf die Elbe auf der einen und die Stadt auf der anderen Seite. Hätte der Himmel wenigstens schöne Wolkenstrukturen geboten … Doch als Tourist muss man eben nehmen, was man kriegt. Zumindest der Himmel färbte sich später noch wunderbar orange.

Wasser, soweit man blicken kann
Ein Blick auf die Elbe. Speziell zum Sonnenuntergang wird’s hier sehr stimmig.
Zwei Giraffen und drei AT-AT Walker
Als die Sonne schon verschwunden war, bot sich diese wunderbare Silhouette. Man könnte meinen, einige abgemagerte AT-AT Walker würden hier neben zwei riesigen Robogiraffen parken. 😉 Ein ungeplantes Lieblingsfoto.

Auch an Langzeitbelichtungen habe ich mich natürlich versucht. Leider wirken die nur halb so spannend, wenn der Himmel keine Wolken im Programm hat. Trotzdem! Filter drauf, und los ging es.

Langzeitbelichtung im Hamburger Hafen
Die Kulisse lädt zur Langzeitbelichtung ein. Leider aber ohne Wolken am ansonsten hübsch eingefärbten Himmel.

Prompt näherte sich ein Mann und kroch mir fast schon in die Kamera. Als ich ihn verblüfft anschaute, meinte er nur: »Ah, das ist ja tatsächlich ein Haida-Filter.« Ich guckte wohl noch verwunderter und meinte nur: »Klar, warum nicht?« Darauf sagte er, es gäbe ja schließlich auch genug Alternativen und dass er den Deutschlandvertrieb leite. »Wir sitzen hier um die Ecke. Kommste aus Hamburg?«, fragte er und drückte mir seine Visitenkarte in die Hand und dass ich mich doch mal melden solle. Zufälle gibt’s!

Ein paar Minuten später verhalf ich noch einem weiteren Fotografen zu einem Bild mit seiner Freundin und sich. Dafür drückte er mir seine Kamera – gleiches Modell wie meine – in die Hand und meinte nur: »Bedienung müsste ja klar sein.« Hinterher fachsimpelten wir noch ein wenig und dann machte wieder jeder seine Bilder. Auch das liebe ich an der Fotografie: Diese kleinen Begegnungen mit anderen Enthusiasten.

Nach dem Abstieg stand der Mond bereits weit oben am Himmel. Es war noch nicht dunkel, und bevor ich mein geplantes Zielfoto machte, hielt ich noch einmal an, um die Elbphilharmonie in Szene zu setzen.

Elbphilharmonie mit Mond
Das Glas reflektierte den violetten Himmel, dazu der Mond … Es fing an, Spaß zu machen.
Die Elbphilharmonie
Man kann davon halten was man will, aber die Elbphilharmonie ist einfach ein imposantes Bauwerk. Notiz an mich selbst: Ein Ultra-Weitwinkel kaufen!

Das Zielfoto in der Speicherstadt

Eigentlich war ich nur so lange unterwegs, um nach Sonnenuntergang dieses eine Bild zu machen, das wirklich jeder Fotograf aufnimmt, der nach Hamburg kommt: Das Wasserschloss in der Speicherstadt! Und so war es dann auch: Als ich um die Ecke bog und auf die Brücke zuging, von der aus man das Foto machen kann, waren dort bereits fünf Fotografen und eine Drone(!) zugange. Aber auch wenn es keine innovative Aufnahme ist, der Ausflug hat sich für das Resultat, wie ich finde, trotzdem gelohnt.

Das Wasserschloss
Ja, das Foto sieht quasi immer nahezu gleich aus, aber viele Varianten hat man hier auch wirklich nicht. Trotzdem mag ich es sehr.

Als ich fertig war, wurde es allmählich wirklich dunkel. Klar, in einer glitzernden Großstadt ist es nie ganz finster, aber wenn man sich nicht so gut auskennt, wird einem doch immer ein bisschen mulmig – mir zumindest. Drum machte ich mich flugs auf den Heimweg, aber nicht, ohne noch ein, zweimal halt zu machen, um die Lichtstimmung rund ums Rathaus einzufangen.

Das Hamburger Rathaus
Der Mond hatte mich zum Rathaus begleitet. Hier musste ich leider mit stürzenden Linien fotografieren, aber in diesem Fall passt’s ganz gut, wie ich finde.
Kleine Alster
Selbes Gebäude, andere Perspektive. Ich habe versucht, die Kleine Alster noch ein wenig mit einzubeziehen. Leider war es sehr windig, sodass ich nach diesem letzten Bild zusammenpackte und in die Bahn verschwand.

Fotografieren am Berliner Funkturm

Berlin ist verdammt groß und so gibt es Ecken, die besucht man innerhalb mehrerer Jahre nicht oder hat sie noch nie gesehen. Den Berliner Funkturm kannte ich zwar schon von einer früheren Weihnachtsfeier (oben gibt es ein wirklich schönes Restaurant), aber zum Fotografieren war ich eben noch gar nicht dort. Das wurde gestern allerdings nachgeholt.

Berliner Funkturm
Von unten sieht er gar nicht so hoch aus.

Eigentlich war das Ziel, mit dem Fahrstuhl auf die Aussichtsplattform hinaufzufahren (der Eintritt liegt bei 4 Euro, glaub ich) und ein paar Bilder unserer Stadt von oben aufzunehmen. Wenn man aber schon mal da ist, lohnt es sich definitiv, auch das frühere »Internationale Congress Centrum« (ICC) in Augenschein zu nehmen.

Willkommen in der Zukunft

Das Ding sieht aus wie ein Raumschiff, das aus einem Ridley-Scott-Film geflüchtet und in Berlin gelandet ist. Schaut man durch die staubigen Fenster des verlassenen Gebäudekomplexes, meint man fast, ein Alien durch die düsteren Gänge huschen zu sehen.

Und so konnten mein Begleiter und ich es natürlich nicht lassen, abseits der geplanten Panoramafotos vom Berliner Funkturm aus auch ein wenig ums ICC zu schleichen und etwas Science-Fiction-Atmosphäre einzufangen.

Berliner Funkturm: Brücke am ICC
Die ohnehin merkwürdige Sci-Fi-Atmosphäre wird vom krassen Licht zusätzlich unterstrichen.

Für die Bilder rund ums ICC habe ich in der Nachbearbeitung übrigens ein leichtes Split Toning verwendet. Wer’s nicht kennt: Man sättigt jeweils die Licht- und Schattenbereiche mit einer eigenen Farbe (nicht zu sehr). Dadurch lassen sich eine vorhandene Stimmung untermalen und ein einheitlicher Look erzeugen.

Berliner Funkturm: Das ICC, ein verlassener Ort
Der runtergekommene Zustand passt wie die Faust aufs Auge. Ridley Scott lässt grüßen.
Berliner Funkturm: Lichtspuren
Ich kann’s nicht lassen. Wenn irgendwo Autos fahren, muss ich einfach Lichtspuren fotografieren.
Berliner Funkturm: Das ICC von der Brücke aus
Das ICC: Kälter kann Architektur kaum sein.
Berliner Funkturm: Bokeh-Experimente
Ich spiele nicht häufig mit Unschärfen, aber wenn, dann habe ich auch Spaß dabei.

Ausblicke vom Berliner Funkturm

Die obigen Bilder sind allesamt mit meiner 17mm-Festbrennweite entstanden. Die nachfolgenden Fotos, die ich von der Panoramaplattform des Berliner Funkturms aus aufgenommen habe, wurden dagegen mit dem M.Zuiko 12-40mm Pro aufgenommen – dem Objektiv, mit dem ich eigentlich fast alle meine Landschafts- und Stadtpanoramen aufnehme.

Berliner Funkturm: Berlin am Abend
Was für ein Anblick! Im Vordergrund das futuristische ICC, dahinter die unendliche Metropole.

Falls ihr übrigens von der Panoramaplattform aus fotografieren wollt, nehmt euch unbedingt ein kleines, flexibles Stativ mit! Die Kamera lässt sich sonst nur schwer auf der hohen aber eigentlich recht ausladenden Sicherheitsbalustrade aufbauen. Und aus der Hand wollt ihr da oben nicht fotografieren. 😉 Außerdem ist eine Handschlaufe oder ein Gurt empfehlenswert. Niemand möchte sein teures Equipment hundert Meter in die Tiefe stürzen sehen.

Berliner Funkturm: Straßen führen nach ...
Ich mag den Anblick der leuchtenden, gebogenen Straßen aus Langzeitaufnahmen. Links unten wieder das ICC.
Berliner Funkturm: Viele Wege führen zum Potsdamer Platz.
Wie eine Leuchtfackel ragt der gleißende Potsdamer Platz aus der ohnehin strahlenden Glitzermetropole.
Berliner Funkturm: Die Adern der Moderne
Wie Blutgefäße ziehen die leuchtenden Straße ihre Bahnen durch die Stadt. Man bekommt ein Gefühl dafür, wie der Mensch den Planeten verändert hat – leider eben auch zum Schlechten.

Unterwegs in Berlin Mitte & ein Fauxpas

Da ich nicht mehr so ganz neu in der Fotografie unterwegs bin, traue ich mich inzwischen auch mal mit der Kamera samt Zubehör vor die Tür – und vor allem auch nicht mehr nur alleine. Umso mehr habe ich mich gefreut, im Büro einen Gleichgesinnten gefunden zu haben, mit dem ich ab und an auf Tour gehen kann. Neulich waren wir abends in Berlin Mitte unterwegs. Ganz ohne Ziel, reines »Location Scouting«.

Eigentlich bin ich kein Freund dieser Touren ohne Zielbild. Ich bin kein sonderlich strukturierter Mensch, dafür aber recht zielgerichtet. Normalerweise überlege ich mir vorher, was ich gerne fotografieren möchte. Ich gehe dann los, versuche, genau das geplante Bild in den Kasten zu kriegen, und wenn ich das geschafft habe, sind alle weiteren Fotos quasi »nice to have«.

Trotz fehlendem Ziel sind diesmal ein paar Bilder herausgekommen, die ich recht gerne mag. Fast, als hätte ich sie geplant. Hier also die schönsten Fotos unserer kleinen Fototour durch Berlin Mitte.

Berlin Mitte: Der Berliner Fernsehturm
Ganz bestimmt noch nie fotografiert. 😉 Leider ohne hübsche Wolken, dafür im goldenen Abendlicht.
Berlin Mitte: Licht und Schatten
Eigentlich nur ein Testfoto. Der schönen Lichtstimmung wegen habe ich es dann dennoch behalten.
Berlin Mitte: Rosa Abendhimmel
Kein allzu schönes Motiv, aber ist der Himmel nicht wunderbar rosa? Mittels ND64-Filter war trotz hellem Himmel eine Langzeitbelichtung möglich.
Berlin Mitte: Bunte Spree
Ich habe die Gunst der Stunde genutzt und das vorbeifahrende Ausflugsboot für bunte Lichtspuren zweckentfremdet.
Berlin Mitte: Das Bode-Museum
Eine Nahaufnahme des Bode-Museums, das direkt an der Spree gelegen ist.

Der ISO-Fauxpas

Wenn ich meine Kamera einschalte, checke ich erst einmal die Einstellungen. Ich experimentiere auch zu Hause gerne mal mit der Kameratechnik und verstelle dabei eben auch so Einiges. Dummerweise habe ich das Wichtigste diesmal nicht geprüft: den ISO-Wert! Bis zum letzten obigen Foto hatte ich leider alle Bilder mit einem ISO-Wert über 1000 aufgenommen – trotz Stativ und Langzeitbelichtung. Völlig unnötig also und ein dummer Anfängerfehler, der aber wohl jedem mal passiert. Zum Glück war unsere Tour durch Berlin Mitte noch nicht vorbei und prompt entstanden die beiden schönsten Aufnahmen des Abends auch erst nach der ISO-Korrektur:

Berlin Mitte: Das Bode-Museum im Abendlicht
Bei dem schönen Kontrast zwischen dunklem Himmel und goldenem Licht macht es gar nichts, dass die Bäume noch kahl sind. Eindeutig mein Lieblingsfoto dieses Abends.
Berlin Mitte: Sternspuren am Fernsehturm
Die Idee hatte eigentlich mein Begleiter, allerdings hatte er nicht die richtige Technik dabei. Das Foto entstand aus ca. 250 Einzelaufnahmen, die in der Kamera zu einem Foto verrechnet wurden.

Neue Linsen braucht das Land

Und weil ich noch ein ganz neues Objektiv dabei hatte, mit dem sich schöne Portraitaufnahmen machen lassen, testete ich auch dieses zum Abschluss noch schnell. Da kein Fotomodel zugegen war, musste die Skulptur in einem leeren Springbrunnen herhalten:

Berlin Mitte: Portrait am Springbrunnen
Kein Knallerfoto, aber die neue Linse macht definitiv Spaß. Vielleicht mehr dazu demnächst.

Fotografieren am Lichtenhainer Wasserfall

Mein letzter Post liegt nun leider schon etwas zurück, was diverse Gründe hat. Vor allem liegt’s wohl an meiner aktuellen Es-ist-Winter-und-ich-hab-keine-Lust-aufs-Fotografieren-Stimmung. Aber ich hab hier noch so einiges an Bildmaterial aus dem letzten Jahr herumliegen, also nehme ich dies zum Anlass, mal wieder etwas Leben in die Bude zu bringen und das Fotojahr 2019 einzuläuten. Heute soll es daher ums Fotografieren am Lichtenhainer Wasserfall gehen.

Während unseres letzten Urlaubs im Elbsandsteingebirge haben wir einen Tag mit relativ schlechtem Wetter genutzt, um uns den Lichtenhainer Wasserfall anzusehen. Nun, eigentlich muss man den »Wasserfall« tatsächlich in Anführungszeichen setzen, aber dazu komme ich gleich noch.

Tipp generell für verregnete Tage: Wenn alles nass und grau ist, lassen sich Wälder und Gewässer ganz besonders schön in Szene setzen. Niemand möchte einen grauen Himmel auf Fotos sehen, doch ein nasser Waldboden hat viel sattere Farben als ein trockener.

Unterwegs in der Kirnitzschtalbahn

Wir hatten unser Domizil in Bad Schandau. Um von dort zum Lichtenhainer Wasserfall zu kommen, kann man die Kirnitzschtalbahn nehmen. Tickets für die historische Straßenbahn bekommt man wie (vermutlich) früher noch direkt bei den Zugführern. Die Bahn rumpelt dann gemächlich durchs schön anzuschauende Kirnitzschtal, das natürlich auch zu Fuß erkunden lässt.

Lichtenhainer Wasserfall: Kirnitzschtalbahn
Zum Glück stand ich genau dort, als eine weitere Bahn hinter der stehenden vorbeifuhr.

Es … plätschert

Am Lichtenhainer Wasserfall angekommen hätte sich wahrscheinlich erst mal Enttäuschung breit gemacht, wenn wir nicht vorgewarnt gewesen wären: Der sogenannte »Wasserfall« ist allenfalls ein leichtes Plätschern. Imposante Fotos lassen sich so auf jeden Fall nicht machen.

Doch alle 30 Minuten ändert sich das schlagartig: Dramatische Musik wird eingespielt, irgendwo zieht irgendwer an einer Kette und plötzlich schießen die oberhalb des Falls aufgestauten Wassermassen abwärts. Der Zauber hält allerdings nur fünf Sekunden an. Dann wird aus dem Lichtenhainer Wasserfall wieder ein Rinnsal und man muss weitere 30 Minuten bis zum nächsten »Spektakel« warten. Etwas albern, aber dem Foto sieht man es später ja nicht an.

Der vorbereitete Fotograf bringt sich natürlich rechtzeitig in Position. Wer früh kommt, hat freie Platzwahl. Ein Stativ ist hierbei Pflicht, um eine Belichtungszeit von zwei bis drei Sekunden erreichen zu können. Schließlich soll man dem Foto das »fallende« Wasser ja auch ansehen.

Damit die Lichter aufgrund der längeren Belichtungszeit nicht ausbrennen, sollte an wolkenverhangenen Tagen ggf. ein Neutralgraufilter der Stärke ND8 vorhanden sein. Wie gesagt, am besten rechtzeitig in Position bringen, dann lassen sich vorher auch noch ein paar Testfotos aufnehmen. Das ist angeraten, denn hat man die paar Sekunden Wasserfall erst mal verpasst, ist das sehr ärgerlich. Vor allem, wenn es so frisch ist wie an dem Tag, an dem wir da waren.

Lichtenhainer Wasserfall
Den Moment hab ich gut genutzt. Kalte Finger und eine schon leicht genervte Freundin gab’s inklusive.

Vom Wasserfall aus in die Wälder

Da es sich um einen Wanderurlaub handelte, schlugen wir uns nach dem Wasserfall und einer kurzen Einkehr ins nebenstehende Gasthaus noch in die Wälder. Wie eigentlich überall im Elbsandsteingebirge fanden wir nach einigen Aufstiegen noch die eine oder andere schöne Aussicht.

Lichtenhainer Wasserfall: Herbstlandschaft
Gegen den ausgebrannten Himmel konnte ich hier leider nicht viel ausrichten. Aber besser ein Foto als kein Foto.
Lichtenhainer Wasserfall: Herbstlandschaft 2
Buntes Herbstlaub, so weit das Auge reicht.
Lichtenhainer Wasserfall: Herbstlandschaft 3
Wenn der Himmel zu grell ist, bietet es sich auch mal an, möglichst wenig davon aufs Bild zu nehmen.
Lichtenhainer Wasserfall: Fotobomber
Wie dieser Kerl ins Bild geraten konnte, ist mir ein Rätsel.
Lichtenhainer Wasserfall: Bergiges Land
Wie überall in der Gegend stößt man früher oder später auf markante Felsformationen.
Lichtenhainer Wasserfall: Geheimnisvolle Ruinen
Was sich wohl hinter der Tür verbergen mag?

Die Schrammsteine

Wer zum ersten Mal im Elbsandsteingebirge unterwegs ist, der muss die Schrammsteine besuchen. Das markante Felsmassiv werden die meisten Landschaftsbegeisterten schon mal auf irgendwelchen Fotos gesehen haben. Es mit eigenen Augen zu erblicken ist aber noch mal eine ganz andere Nummer. 

Besonders an sonnigen Tagen im Herbst, am besten wenn dicke Quellwolken über den Himmel ziehen, bietet sich eine Wandertour zu den sogenannten Schrammsteinaussichten an. Nun hatten wir während unseres Urlaubs nicht immer das beste Wetter, doch gerade am Tag unserer Tour dorthin hatten wir großes Glück.

Fluss und Land

Von Bad Schandau aus erreicht man die Schrammsteine, bzw. die Aussichten auf selbige, recht einfach zu Fuß. Verlasst die Stadt in Richtung Osten und wandert immer die Elbe entlang. Netter Nebeneffekt: An schönen Tagen präsentiert sich auch hier die »Sächsische Schweiz« von ihrer schönsten Seite. Malerische Herbstwälder erstrecken sich entlang der beiden Ufer. Hier und da lassen sich wunderbar restaurierte wie alte Fachwerkhäuser bestaunen.

Irgendwann geht’s links vom Fluss ab in den Zahnsgrund und dann, nach ein paar Höhenmetern auf der Straße ab in den Wald. Geübte Waldfotografen werden hier viel zu tun bekommen, denn der bunte Laubmischwald lädt auf jeden Fall zum Knipsen ein. Ungeübte Waldfotografen (wie ich) können dagegen … üben.

Erst sanft, dann steil bergauf

Wir wanderten lange und fast allein durch die Wälder, doch die Schrammsteine waren noch nirgends zu sehen. Aber nach den ersten sanften Aufstiegen standen wir plötzlich doch vor steilen Felswänden. Und nun pilgerten auch die anderen Wanderer von allein Seiten herbei. Hier mussten wir also richtig sein!

Im Prinzip kann man sich auch gar nicht verlaufen. Die Wanderwege sind bestens ausgeschildert und irgendwann trifft man zwangsweise auf andere Leute, die dasselbe Ziel haben. Wir schlossen uns also an und schon bald geriet der Aufstieg auch etwas ins Stocken: Statt angenehmer Wanderwege wurde es nun teilweise richtig anstrengend. Es ging über abenteuerliche Treppen ohne Geländer und metallene Leitern ziemlich steil bergauf. Wanderschuhe sind ab hier definitiv eine gute Investition.

Augenöffner Schrammsteine

Einen gefühlt ewig andauernden Aufstieg später hatten wir die Schrammsteine endlich vor uns. Da im Elbsandsteingebirge irgendwie alle Felsen aus dem Boden wachsen wie steinerne Pilze, ging es auch von unserer Aussicht aus ziemlich steil abwärts. Zwar sind an den wichtigsten Punkten Geländer angebracht, jedoch auch nicht überall. Wer mit Höhenangst zu kämpfen hat, der sollte wohl etwas Abstand halten. Alle anderen dagegen genießen den Augenöffner, der sich ihnen bietet.

Schrammsteine: Das Zielfoto
Ein wahrer Augenöffner! Wer genau hinschaut, erkennt links auf der Felsnadel wagemutige Bergsteiger – fast noch faszinierender als die Landschaft selbst.

Das krasse Felsmassiv der Schrammsteine schlägt von den Aussichten aus einen Haken durch die bewaldete Landschaft. Etwas ab des Gebirgskamms ragt einzeln der Falkenstein aus dem Boden. Der Sonne-Wolken-Mix überzog die malerische Landschaft mit einem Teppich aus Licht und Schatten, was die bunte Herbstlandschaft besonders schön zur Geltung brachte.

Profifotografen haben jetzt natürlich einen Verlaufsfilter dabei, um die schwierige Lichtsituation zu bewältigen. Alle anderen haben keinen … so wie ich. Trotzdem sind mir viele Aufnahmen gelungen, die ich immer wieder gerne anschaue. Ein gutes Weitwinkelobjektiv gehört aber auf jeden Fall zur Pflichtausstattung, am besten sogar ein Ultra-Weitwinkel. Die 12mm an meiner MFT-Kamera (24mm auf Kleinbild gerechnet) waren da gerade ausreichend. Weniger wäre aber auf jeden Fall mehr gewesen.

Man muss kein Fan der Landschaftsfotografie sein, um sich für dieses Naturkunstwerk begeistern zu können, wie man hoffentlich sieht. Aber als solcher wollte ich mit dem Fotografieren gar nicht mehr aufhören. Meine Freundin war vielleicht schon leicht genervt, ich hätte aber noch gern bis zum Sonnenuntergang weitergemacht. Dann hätten wir allerdings im Dunkeln absteigen müssen – über die erwähnten unheimlichen Treppen und Leitern.

Das war auch mir dann doch nichts und so machten wir uns schließlich wieder an den Abstieg. Immerhin gelang auf dem Rückweg noch ein schönes Landschaftsfoto über die Elbe hinweg:

Schrammsteine: Elbpanorama
Ab und an lohnt ein kleiner Umweg, wenn er solche Panoramen zu Tage fördert.

Urlaub in Bad Schandau

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Frei nach diesem Ausspruch dachten meine Freundin und ich, ein kurzer Trip in die Sächsische Schweiz wäre doch eine Überlegung wert. Schnell Google Maps gecheckt, was liegt wo, und irgendwie liegt das Örtchen Bad Schandau ziemlich genau in der Mitte von allem. Zumindest mittig genug, um auch ohne Auto die nähere Umgebung zu erkunden – immer dabei natürlich der Fotorucksack, denn, woah, gibt es dort viel Sehens- und Fotografierenswertes! Weil ich innerhalb einer Woche wirklich viele Bilder gemacht habe, werde ich die Sache ein bisschen aufteilen. Im ersten Teil soll es darum einfach mal um den Ort Bad Schandau an sich gehen.

Von Berlin aus lässt sich Bad Schandau prima per Zug erreichen. Einfach in den Euro City hüpfen und direkt am Zielort wieder raus, ganz ohne Umstieg. Weil mein Geburtstag anstand, überreichte mir meine Freundin auf dem Weg dorthin bereits einen Teil meines Geschenks: Nämlich das »Zielfoto«-Magazin des YouTube-Fotografen Stephan Wiesner (von dem ich einen großen Teil dessen gelernt habe, was ich kann). Die Vorfreude war ohnehin groß, nun war sie eben größer. Diese Ausgabe des Magazins befasst sich speziell mit der Fotografie in der Sächsischen Schweiz. Perfekt, um auf dem Weg also schon mal zu stöbern, was wir uns in den kommenden Tagen alles anschauen würden.

Kein Netz in Bad Schandau

Als wir in Bad Schandau ankamen, erst mal der Schreck: Kein! Internet! Meine Freundin und ich haben E-Netz-Verträge. Leider kann man nicht nur in Bad Schandau, sondern in der ganzen Gegend das mobile Internet komplett vergessen, wenn man bei O2 oder einem der Reseller ist. Wenn überhaupt eine Verbindung zustande kommt, dann so langsam, dass man den Bits und Bytes beim Schlendern zuschauen kann. Daher mein Tipp an alle E-Netzler: Kauft euch vorher eine Karte oder ladet euch eine gute App mit Offline-Karten auf euer Smartphone. Gerade wenn man durchs Gebirge wandert, ist es doch unerlässlich zu wissen, wo man sich befindet – auch wenn alles im Elbsandsteingebirge wirklich gut ausgeschildert ist.

Bad Schandau an sich ist ansonsten ein kleines, feines Örtchen. Vom Bahnhof aus gelangt man per Fähre über die Elbe in den Ortskern. Hier lag auch unsere Ferienwohnung. 2002 wurde Bad Schandau Opfer der Flutkatastrophe. An einigen Häusern sind Schilder angebracht, die den Pegelstand dokumentieren. Der Ortskern lag komplett unter Wasser! Anschließend hat man aber offenbar alles restauriert, sodass heute nichts mehr von der Flut zu sehen ist. Selbst der Altstadtcharme blieb erhalten. Dennoch waren die Schilder sehr eindrücklich.

Fotografieren leicht gemacht

Wer in Bad Schandau fotografieren möchte, hat es nicht allzu schwer. Gerade abends zur »blauen Stunde« im Lichte der Laternen lässt sich die Altstadtstimmung schön einfangen. Ein Stativ ist dann natürlich Pflicht.

Ganz besonders toll lässt sich der Ort vom historischen Personenaufzug aus ablichten. Dieser befindet sich am östlichen Stadtausgang und kann für einen kleinen Obolus für eine Fahrt nach oben verwendet werden, wo übrigens auch ein kleines Luchsgehege auf Besucher wartet. Sparfüchse und sportliche Fotografen gehen alternativ den kleinen Pfad westlich des Aufzugs hoch. Der Aufstieg dauert vielleicht zehn Minuten und ist auch mit Fotorucksack leicht zu bewerkstelligen.

Direkt neben dem Aufzug hat man die beste Sicht auf den Ort. Es war in meinem Fall bereits abends, die Lichter gingen an und die Scheinwerfer der fahrenden Autos versprachen schöne Lichtspuren. Und als das Licht gerade am interessantesten wurde, kam ein Angestellter und machte den Pfad zum Aufzug dicht. »Oh, nun muss ich auch weg, oder?«, fragte ich schon enttäuscht. »Nein, Sie können ruhig bleiben, müssen dann aber über den Zaun klettern.« Super, dachte ich, das würde kein Problem werden. Also konnte ich mich beruhigt wieder an meine Langzeitbelichtung machen. Heraus kamen zwei meiner Lieblingsbilder dieses Urlaubs. Neben meinem Zielfoto, dem Panorama des abendlichen Bad Schandau, war das der Aufzug selbst, der abends herrlich stimmig beleuchtet wird. Die hübschen lila Wölkchen taten in dem Moment ihr Übriges. Das erfreut das Fotografenherz. 🙂

Verlassene Orte: Die Beelitz-Heilstätten

Verlassene Orte üben einen ganz besonderen Reiz auf uns aus. Verfallene Gebäude ragen aus der Natur wie riesige Grabsteine. Vor unserem geistigen Auge spielen sich Geschichten ab wie kurze Filme: Wer hat hier wohl mal gelebt? Welche Schicksale führten die Menschen hier weg? Waren die Einwohner glücklich oder lebten sie in Sorge? Es sind morbide Orte, wo Leben und Verfall aufeinandertreffen. Uns Menschen fasziniert das, besonders wenn die Natur bereits begonnen hat, sich ihr Revier zurückzuerobern. Frei nach dem Motto: Am Ende siege ich eben doch!

Die Beelitz-Heilstätten sind nun ein ganz besonders morbider Ort. Hier wurden seit dem Ende des 19. Jahrhunderts Tuberkulose-Patienten untergebracht. Wem nun spontan Serien wie »American Horror Story« einfallen: Genau SO sieht es dort aus. Man kann sich gut vorstellen, wie der eine oder andere Geist über durch die düsteren Räume huscht. Im Zweiten Weltkrieg wurde die als Lazarett genutzte Anlage teils schwer beschädigt und heute kann man die verfallenen Reste eben als Tourist bewundern.

Ach ja, wem eine riesige verfallene Lungenklinik noch nicht gruselig genug ist, dem sei ein Blick in den zugehörigen Wikipedia-Artikel empfohlen. Innerhalb der letzten Jahrzehnte kam es nämlich auch immer wieder zu Verbrechen: Es gab Morde und sogar Selbstmorde in und um die Anlage. Ideales und viel genutztes Fotografen-Eldorado also! 😉

Knipsen in den Beelitz-Heilstätten?

Leider kommt man nicht ohne Weiteres in die alten Gebäude der Beelitz-Heilstätten hinein. Zwar werden Besichtigungstouren angeboten, diese sind aber natürlich kostenpflichtig und müssen auch vorher angemeldet und gebucht werden. Interessanter ist da schon die Möglichkeit, auch spezielle Fototouren zu buchen. Vorteil: Die besichtigende Meute bleibt hinter den Stativen und rennt nicht ins Motiv. Ich denke drüber nach, eine solche Tour nachzuholen.

Wer das auch erwägt, dem seien hier ein paar Tipps vorab ans Herz gelegt:

  1. Bringt unbedingt ein Stativ mit. Selbst wenn man tagsüber in den Gebäuden die Hand vor Augen sehen kann, reicht das Licht noch lange nicht für eine verwackelungsfreie Aufnahme aus der Hand.
  2. Ich würde unbedingt ein Weitwinkelobjektiv mitnehmen, um die morbide Kulisse am stimmungsvollsten einzufangen. Derzeit habe ich maximal 24mm Kleinbildäquivalent, aber das ist da wohl fast schon zu eng. 14mm KB-Äquivalent wären sicherlich ideal. Schaut halt mal, was es für eure Kamera gibt.
  3. Kabelfernauslöser nicht vergessen! Um alles scharf aufs Bild zu bekommen, ist eine geschlossene Blende Pflicht, was die Belichtungszeiten zusätzlich verlängert. Das Auslösen an der Kamera könnte das Bild verwackeln. Die Alternative wären 2 Sekunden Selbstauslöser, aber will schon jedes Mal warten, bis die Kamera mal auslöst?

Um die Häuser schleichen

Ganz ohne gebuchte Tour geht es von außen. Im Gegensatz zum Baumkronenpfad muss man auch keinen Eintritt zahlen, um aufs Gelände zu kommen. Leider stehen Zäune um die Häuser, die mitunter das Motiv verhageln. Durch die üppige Vegetation lässt sich das ein bisschen kaschieren, alternativ fotografiert ihr eben durch die Lücken der Stabmattenzäune. 😉 Und wenn alles nicht geht, dann lässt sich in Lightroom und Co. immer noch ein dunkler Verlaufsfilter über den Zaun legen, was zusätzlich düstere Stimmung schafft.

Hier ein paar ausgewählte Bilder meiner letzten Tour. Für den Look habe ich mir ein Preset gebastelt. Den Schwarzwertregler habe ich nach oben gezogen, den für die Weißwerte ganz nach unten. Heraus kommt eine Art HDR-ähnlicher Look, der auch gut in den Vorspann von »The Walking Dead« passen würde. Ist aber natürlich auch immer eine Geschmacksfrage.