Das Schloss Köpenick zur »blauen Stunde«

Nach einem gefühlt unendlich langen Sommer habe ich mich in den letzten Tagen doch sehr über die Wolken gefreut, die endlich mal wieder den Himmel hier bedeckten. Für Fotografen natürlich doof, es sei denn, man plant vielleicht, ein Foto zur »blauen Stunde« aufzunehmen. Blaue Stunde? Das ist, wie der Name schon sagt, der Moment zwischen Tag und Nacht, in dem es noch nicht richtig dunkel ist, jedoch hauptsächlich das blaue Spektrum des Lichts reflektiert wird. Ich hoffe, ich das soweit korrekt wiedergegeben.

Blaue Stunde: Einer vom Pferd
Die Altstadt kann sich sehen lassen. Ich werde mich dort sicher noch mal blicken lassen.

Ein wolkenverhangener Himmel zumindest ist dann kein so großes Problem mehr. Daher schwang ich mich gestern auf den Drahtesel und radelte nach Köpenick, um das dortige Schloss zur blauen Stunde zu fotografieren. Ich hatte ein recht ähnliches Bild im Internet gefunden und dachte mir, hey, das probierst du auch mal. Gesagt, getan! Ich war natürlich viel zu früh da, sodass ich mich noch ein wenig nach weiteren Locations umschauen konnte. Die Köpenicker Altstadt ist ja recht schön, drum werde ich dort wohl demnächst noch mal ein wenig Tourist mit Kamera spielen.

Als die blaue Stunde herangerückt bzw. es dunkel genug war (fast schon zu dunkel, so im Nachhinein betachtet), hatte ich mich mitsamt Kamera und Stativ (Pflicht!) auf einem kleinen Steg positioniert. Ich verwendete das M.Zuiko 12-40mm Pro, ein großartiges, knackscharf abbildendes Objektiv. (Zum Thema Objektive, und was ich so benutze, werde ich demnächst vielleicht auch noch mal was schreiben.) Durch das wenige Licht musste ich automatisch mehrere Sekunden lang belichten, sodass das Wasser schön glatt wirkt. Leider sieht man wegen des inzwischen etwas zu dunklen Himmels keine sonstigen Wasserspiegelungen mehr, aber das Resultat gefällt mir trotzdem ganz gut.

Berlin: Spaziergang durchs Regierungsviertel

Bei der aktuellen Hitze fällt es schwer, aktiv zu bleiben. Doch während die Sonne Berlin tagsüber derzeit lähmt, laden die lauen Abende zum einen oder anderen Spaziergang ein. Immer dabei natürlich die Kamera (und rein zufällig ein Stativ *hust*).

Wer Locations in Berlin sucht, wird schnell fündig. Und wer keine Zeit dazu hat, unternimmt einfach einen Abstecher ins Regierungsviertel. Zugegeben, die Fotomotive sind dann nicht wahnsinnig innovativ, aber schön anzusehen sind sie allemal. Netter Nebeneffekt: Wer wie ich schon länger in Berlin lebt, bekommt so die Möglichkeit, sich mal wieder wie einer der vielen Touristen zu fühlen.