Berlin: Spaziergang durchs Regierungsviertel

Bei der aktuellen Hitze fällt es schwer, aktiv zu bleiben. Doch während die Sonne Berlin tagsüber derzeit lähmt, laden die lauen Abende zum einen oder anderen Spaziergang ein. Immer dabei natürlich die Kamera (und rein zufällig ein Stativ *hust*).

Wer Locations in Berlin sucht, wird schnell fündig. Und wer keine Zeit dazu hat, unternimmt einfach einen Abstecher ins Regierungsviertel. Zugegeben, die Fotomotive sind dann nicht wahnsinnig innovativ, aber schön anzusehen sind sie allemal. Netter Nebeneffekt: Wer wie ich schon länger in Berlin lebt, bekommt so die Möglichkeit, sich mal wieder wie einer der vielen Touristen zu fühlen.

4 Gedanken

  1. Servus, Thomas.
    Jaja…der harmlose Spaziergänger, der rein zufällig stets Kamera & Stativ mit sich führt; alles bedacht & geplant!
    Foto 1
    Die Bemühungen des regierten Volks scheinen sich hier mehr auf ein intensives Strandliegen-Hocking zu konzentrieren.
    Foto 2
    Ein anderer Kontrast wäre auch “Betonwüstenei” zu “Grün- & Wasserstreifen”. Auf der anderen Spreeseite fehlt jeder Ansatz einer Auflockerung des Bauwand-Charakters. Von Grün rede ich schon garnicht.
    Foto 3
    Die hauptstädtische Wiese, direkt vor dem Parlament, ist nun auch nicht gerade gepflegt.
    Foto 4
    Ein wirklich gutes Beispiel dafür, wie eine alte Brücke, Flusswasser & einige stattliche Bäume den Bunkercharakter des Baus dahinter aufzubrechen vermögen.
    Foto 6
    Doch passende Querverbindung zu Tolkien; & eine Seite des Turms steht noch im Licht.
    Foto 7
    Aus dieser Perspektive vermag noch nicht einmal eine Baumallee den abweisenden Charakter des Baus aufzubrechen. Nicht einmal abzumildern. Schöne Architektur ist anderes (sieht aus wie ein Möbelhaus-Klotz).
    Foto 8
    Immerhin – hier vermag das Grün etwas mehr zu überdecken.
    Foto 9
    Licht & Schatten wissen eben so manches aufzuwerten.
    Foto 10
    Das eingefangene Szenario wirkt fast wie ein Ausflugsdampfer.
    Foto 11
    Stimmt. Man/frau sieht den Acker davor nicht mehr!
    Foto 14
    Hat fast schon einen Hauch von Gemütlichkeit; ganz ohne den “Charme” ineinander verknäulter Fahrradwracks aus Fernost.
    Foto 15
    ‘Metropolis’ & Modern Art; so verweht der Charakter einer schnöden Rolltreppe flux.

    Soweit, die spontanen Eindrücke.

    bonté

    1. Hallo RoM,

      das Kanzleramt ist wirklich ein schlimmes Gebäude. Der Kanzlerbungalow in Bonn sieht schon übel aus, aber das Ding hier toppt alles. Vor allem, so wuchtig der Klotz auch wirkt, er ist eigentlich noch viel wuchtiger, wenn man mal daneben steht. Man fragt sich unweigerlich, wie viel Platz so ein/e Kanzler_in wohl braucht. Dennoch: Der Spot ist ganz schön zum Fotografieren. Ich hatte ein kühles Bier parat und genoss das wechselnde Abendlicht. 🙂

      Der Kontrast von der Sitzwiese zur anderen Spreeseite ist extrem, auch wenn man da ist. Auf der anderen Seite ist quasi alles tot. Da hocken ein paar Firmen wie PWC (was auch sonst) und ansonsten versprüht die ganze Gegend Pjöngjang-Charme. Kein Baum, keine Wiese, keine Cafés, nichts. Ein Vorzeigebeispiel dafür, wie man Stadtplanung direkt vor die Wand fährt.

      Die Wiese vorm Reichstag ist quasi nicht mehr existent. Da alle Touristen drübertrampeln (dürfen, wie ich ja auch), gibt’s dort nur noch einzelne Grasflicken, aber das war’s auch schon. Die lange Dürre hat hier sicher ihr Übriges getan. Das sah alles schon mal ansehnlicher aus.

      Immerhin: Das Lichtspielfoto vorm (bzw. hinterm) Brandenburger Tor war’s mir wert. 🙂 Es ist auch ganz witzig, wenn man dabei mal auf sich selbst achtet, wenn man sich über die Autos ärgert, die einfach nicht so durchs Bild fahren möchten, wie man das gerne hätte.

      Viele Grüße
      Thomas

      1. …mit großer (eingebildeter) Macht kommt eben auch reale Protzerei.
        Vorgeblich soll die Ansammlung der diversen Bundes-Neubauten die Vereinigung symbolisieren – wohl am besten von oben einzusehen, wenn man/frau eh auf ein Model blickt! Das think big! ist bei Archetekturbüros gernst gesehen – Kontext/Einbindung wird dann wohl eher als störend empfunden.
        Nicht zu vergessen, die Bauherren – wenn denen plötzlich was einfällt.
        Der berüchtigte NIF* mag ein abschreckendes Beispiel für Letzteres sein…

        bonté

        *der nie fertige Flughafen

        1. Merkwürdig an der Protzerei ist eben auch, dass damit das komplette Gegenteil davon in Beton wurde, was für die Bonner Republik mal galt: neue deutsche Bescheidenheit. Deswegen mussten die Kanzler bis zur Ära Schröder ja auch in diesem merkwürdigen Bungalow hausen.

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