Auf dem Beelitzer Baumkronenpfad

Wer als Hauptstädter mal außerhalb von Berlin »knipsen« will, sollte unbedingt nach Beelitz fahren. Nicht nur finden sich dort die berühmten verfallen Heilstätten – eine Kulisse wie aus einem Horrorfilm – sondern auch der Baumkronenpfad.

Der ist gerade im Herbst, wenn das Laub sich bunt verfärbt, eine kleine Tour wert: Über den Baumkronen des Laubmischwaldes wurde ein Pfad angelegt, der in Teilen sogar durch eine ausgebrannte Ruine der Heilstätten hindurchführt. Der Pfad ist aus stabilem Metall konstruiert und überall gibt es Geländer. Selbst mit Höhenangst sollte eine Besichtigung also kein großes Problem darstellen.

Rund um den Baumkronenpfad

Die Anreise ist problemlos per Bahn möglich. Die Heilstätten haben einen eigenen Bahnhof, der nur wenige Fußminuten vom Heilstättengelände entfernt ist. Das Gelände selbst kann gratis betreten werden, auch eine Tour rund um die verfallen Häuser des Komplexes ist problemlos möglich. Rein kommt man dagegen nur mit speziellen Guides und gegen Bares. Auch Fototouren werden angeboten (muss ich mal nachholen).

Auf den Baumkronenpfad kommt man dann leider nicht mehr gratis. Der Eintritt beträgt 9 Euro pro Nase und wer nicht mit Kindern kommt und entsprechend keine Ermäßigung bekommen kann, der geht am besten durch die Schnellkasse, statt sich anzustellen. Achtung: Wer nicht auf überteuerte Currywurst und Co. steht, sollte sich vielleicht Brote und Getränke einpacken. Wer die Butterstulle vergessen hat, kann dort aber auch ganz prima ein Stück Kuchen und ein Bier genießen. (Ja, Bier und Kuchen … Das geht! Wahlweise natürlich auch Kaffee.)

Bei schönem Wetter ist der Baumkronenpfad rappelvoll! Dem Nicht-Fotografen ist das vielleicht egal, allen anderen empfehle ich, etwas später anzureisen. Erstens ist das Gelände nicht sonderlich groß, sodas man ratzfatz durch ist, zweitens leert sich der Bereich abends rapide (bis auf die Fotoenthusiasten, die bleiben natürlich und stehen im Weg rum) und drittens gibt es gerade zur »goldenen Stunde« ja sowieso das beste Licht.

Und die Impressionen …

Fotografieren kann man auf dem Gelände eigentlich überall ganz prima. Wer unbedingt den Baumkronenpfad so ablichten will, wie alle (und ich) es tun, der klettert am besten ganz hoch auf den Turm, über den man auf den Pfad selbst gelangt. Von oben kann man prima auf die Konstruktion und die bunten Bäume »zielen«.

Natürlich soll dieser Beitrag nicht frei von Bildern bleiben. Drum hier eine kleine Auswahl. Ich habe noch viele weitere und werde demnächst wohl noch ein paar Worte und Fotos zu den verfallen Ruinen nachschieben.

2 Gedanken

  1. Latha math, Thomas.
    Wenn ich mein Erinnerungsfach richtig sortiert habe, dann wird die Ruine der Heilstätte von allerlei Waldablegern renaturisiert; quasi die hiesige Variante von Ankor Wat.

    Vermutbar ist es die schiere Menge anderer Leute, die mich von touristischen Atraktionen eher fernhält; so betrachtet stehe ich den passionierten Fotografen also eher selten vor der Linse herum. (*)

    Yep, Bier (0% Alk) & ein klassischer Blechkuchen geht immer. 😀

    bonté

    (*) mich erheitern ja immer Leute bei sog. Live-Schalten, die sich so ostentativ wie peinlich hinter den Berichtgebenden aufbauen

    1. Hallo RoM,

      wenn man so was wie diesen Baumkronenpfad angemessen auf den Sensor kriegen will, muss man wahrscheinlich super früh und damit vor allen anderen aufkreuzen. Dann hampelt auch niemand vor oder hinter der Kamera herum. Interessanter dürfte da schon sein, an einem der Foto-Walks innerhalb der alten Gebäude teilzunehmen. Da hier alle an ihren Stativen schrauben, dürfte auch niemand vor der Kamera herumlaufen und das Foto crashen. 😉 Andererseits sind auch das natürlich Motive, die man schon gesehen hat.

      Aber im Raum Berlin und Umland wurde eben alles schon mal aus allen erdenklichen Perspektiven »geknipst«. Hält mich nicht davon ab, es auch mal zu versuchen. 😀

      Viele Grüße
      Thomas

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.