Vor ein paar Tagen waren wir in Hörnum, dem südlichsten Ort auf der Insel Sylt. Hier starten diverse Bootstouren nach irgendwo, außerdem gibt es einen recht hübschen Leuchtturm zu bewundern. Oder man geht einfach wandern, so wie wir. Mit einiger Wahrscheinlichkeit landet man dabei irgendwann am Weststrand.

Wer das erste Mal hier ist, mag sich nun wundern, was da für hässliche Betondinger im Wasser und am Strand liegen. Ich hab irgendwo mal gelesen, dass diese Teile auch »Ugly Rock Pieces« genannt werden. Tatsächlich sind das aber eigentlich Tetrapoden – Steinaufschüttungen als Schutzmaßnahme, damit der Strand nicht irgendwann im Meer verschwindet. Vom selbigen wird er nämlich fortwährend abgetragen. Spoiler: Er verschwindet trotzdem.

Bei ein bisschen Wellengang – den hatten wir zum Glück – lassen sich die Tetrapoden mittels Langzeitbelichtung ganz ordentlich in Szene setzen. ND-Filter drauf (in dem Fall in der OM-1 simuliert), je nach Lichtsituation natürlich die Stärke durchwechseln, Polfilter davor (der nimmt die hässlichen Reflexionen von den nassen Steinen), Kamera aufs Stativ – bei dem Wind keine Frage – und los.



Irgendwann waren die Schuhe nass und voller Sand, die Socken natürlich auch, und dann war auch mal gut. Die unterschiedlichen Anordnungen der etlichen Tetrapoden bieten zwar viele Perspektiven und laden so zum Experimentieren ein, aber die Motivauswahl hält sich eben doch in Grenzen: Hässliche aber nützliche Steine im Wellengang. Reicht. Schöne Wanderung, geduldige Motive, Wind und Sonne, und zum Abschluss dann ein Stück Kuchen. Was will man mehr?

Equipment
- Kamera: OM System OM-1
- Objektiv: M.Zuiko 12-40mm Pro
- Filter: Live ND (Simulation in der Kamera), Polfilter (Hoya Pro)
- Stativ: Rollei Rock Solid Beta

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